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Das Grundgesetz (GG) der Bundesrepublik Deutschland regelt im Artikel 12 das Recht auf Arbeit:

GG, Art. 12
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden. 
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden.

In Grundgesetz Artikel 3, Abs. 3 wird außerdem festgelegt: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Leider findet sich bis heute eine große Kluft zwischen dem Rechtsanspruch des Grundgesetzes und der Arbeitsrealität für Menschen mit Behinderung.

Diese Seite möchte kontinuierlich Informationen zum Bereich Arbeit und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung sammeln, berichtet von aktuellen Entwicklungen, von Arbeit in Werkstätten für Behinderte (WfB) sowie Arbeit für Menschen mit Behinderung auf dem sogenannten "allgemeinen Arbeitsmarkt".

Aktuelle Entwicklungen

Integrationsfachdienste
Mit der Novellierung des Schwerbehindertengesetzes (SchwbG) zum 1. Oktober 2000 hat die Bundesregierung eine neue Initiative gestartet, um Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Beschäftigung zu verschaffen. Genauere Infos finden sich unter http://www.jobs-fuer-schwerbehinderte.de.

Eine der wichtigsten Neuregelungen dabei ist die Schaffung sogenannter Integrationsfachdienste (IFD) für jeden Arbeitsamtsbezirk. IFDs sind umfassende Dienste, die zur Aufgabe haben, Menschen mit jeder Art von Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln: Menschen mit Körperbehinderung, mit sog. Geistiger Behinderung, mit Sinnesschädigung, mit Lernbehinderung.

Dazu suchen die Integrationsfachdienste potentielle Arbeitsplätze (Arbeitsplatz-Akquise), vermitteln zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern und begleiten bis maximal zwei Jahre (!) Menschen mit Behinderung an ihrem Arbeitsplatz und üben - wenn erforderlich -  die notwendigen Tätigkeitkeiten gemeinsam mit dem Menschen mit Behinderung ein (Job-Coaching).

Diese Integrationsberater erweitern (und ersetzen zum Teil) das Angebot der bisherigen Arbeitsassistenzen.
 
Integrationsfachdienste

Pro Arbeitsamt-Bezirk ist künftig mindestens ein Integrationsfachdienst vorgesehen

Aufgaben
– Arbeitsplatzvermittlung (Auftraggeber Arbeitsamt) 
– Arbeitsplatzsicherung (Auftraggeber Hauptfürsorgestellen) 
– Schwerbehinderte beraten, unterstützen und vermitteln 
– Arbeitgeber informieren, beraten und Hilfe leisten 

Beispielhafte Leistungen:
– Leistungsprofile erstellen 
– Arbeitsplatz akquirieren 
– Schwerbehinderte auf Arbeitsplatz vorbereiten 
– Begleitung/Training am Arbeitsplatz 
– Beratung der Kollegen im Betrieb 
– Nachbetreuung 
– Ansprechpartner für Arbeitgeber

Fachberater:
Als Fachberater werden bevorzugt Schwerbehinderte eingestellt. 

Folgender Personenkreis wird beraten: 
– Schwerbehinderte mit besonderem Bedarf an Betreuung
– Schwerbehinderte, die zuvor in einer Werkstatt für Behinderte beschäftigt waren
– Schwerbehinderte Schulabgänger
– Behinderte, die nicht schwerbehindert sind 
– Arbeitgeber
– Kolleginnen und Kollegen im Betrieb oder in der Dienststelle

Ein Beispiel für einen Integrationsfachdienst, der besonders authentisch ist, weil bei diesem Fachdienst vor allem Menschen arbeiten, die selbst mit Behinderungen leben:

ACCESS Integrationsfachdienst - Arbeit für Menschen mit Behinderung gGmbH
Email: arbeit@access-ifd.de

Ein Artikel aus der ZEIT vom 16.11.2000 stellt die Arbeit einer Integrationsberaterin aus Hamburg vor:
Integration - Ein Beruf fürs Leben. Geistig Behinderte sollen einen Platz im ersten Arbeitsmarkt finden. Doch es gibt zu wenig qualifizierte Integrationsberater

wichtige Links zu "Arbeit & Menschen mit Behinderung"


Beispiele für Arbeitsplätze auf dem sog. ersten Arbeitsmarkt


Integrative Wege von der Schule in die Arbeitswelt

Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM)


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letzte Aktualisierung: 18.03.2006
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