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Menschen mit Down-Syndrom, Eltern & Freunde e.V.

 Epikanthus: Hautfalte am inneren Augenwinkel zurück zur StartseiteHome
Die bezüglich der strukturellen Auffälligkeiten der Augenlider wichtigsten Befunde stellen sicherlich die Hautfalten an den inneren Augenwinkeln (Epikanthus) bzw. die schräg verlaufenden Lidspalten dar, sind sie doch diejenigen Auffälligkeiten, die John Langdon Down zur Abgrenzung einer bestimmten Personengruppe mit geistiger Behinderung von anderen veranlaßten.

Der Epikanthus ist eine Hautfalte, die Teile der Nase-zugewandten Lidspalte bedeckt. Der Epikanthus kann in drei unterschiedliche Typen eingeteilt werden:
 
  • Der einfache Epikanthus stellt eine Konfiguration dar, bei der die Hautfalte-ausfüllende Gewebemenge ober- und unterhalb des inneren Augenwinkels gleich ist.
     
     
     
     
     

    Beim Epikanthus tarsalis ist der Hautanteil im Oberlidbereich größer als im Unterlidbereich.
     
     
     
     
     

    Beim Epikanthus inversus (palpebralis) ist der Hautanteil im Unterlidbereich größer.

    Der Epikanthus tarsalis ist die für asiatische Menschenrassen typische Hautfalte, während der Epikanthus inversus die sowohl für Menschen mit Down-Syndrom als auch für "normale" Neugeborene spezifischere Hautkonfiguration darstellt. Während die Hautfalte bei "normalen" Neugeborenen durch Wachstum von Nasenrücken und Gesicht bald wieder verschwindet, ist sie bei Kindern mit Down-Syndrom häufig markanter ausgeprägt und bleibt längere Zeit erkennbar. Die Epikanthus inversus wird mit einer Häufigkeit von 4 bis 100% in verschiedenen Studien angegeben. Er verschwindet bzw. bildet sich bei vielen Patienten mit Down-Syndrom mit zunehmendem Alter zurück, so daß er jenseits des zehnten Lebensjahres nur noch mit einer Häufigkeit von unter 10% angegeben wird.

    Quelle: Dr. Wolfgang Storm (1995). Das Down-Syndrom, Medizinische Betreuung vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Seite 202f)
     


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    letzte Aktualisierung: 22.3.2000
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