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Quelle: Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.

Gesetz zur Sicherung der Betreuung und Pflege schwerstkranker Kinder

Durch das am 1. August 2002 in Kraft getretene Gesetz zur Sicherung der Betreuung und Pflege schwerstkranker Kinder wird der Anspruch der Eltern gegen die Krankenkasse auf Zahlung von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes unter bestimmten Voraussetzungen erweitert. Die Zahlung des sogenannten Kinderkrankengeldes ist grundsätzlich auf einen Zeitraum von 10 Arbeitstagen je Kind und Jahr bzw. 20 Arbeitstagen bei Alleinerziehenden beschränkt. Die zeitliche Begrenzung galt bislang auch für die Betreuung und Pflege schwerstkranker Kinder, die nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten haben.

Durch das neue Gesetz besteht nunmehr für einen Elternteil ein zeitlich nicht begrenzter Anspruch auf Krankengeld bei schwerer, unheilbarer Erkrankung des Kindes. Dieser Anspruch ist daran geknüpft, dass das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Er wird darüber hinaus gewährt, wenn das Kind behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Die Krankheit des Kindes ist mit ärztlichem Attest nachzuweisen, aus dem hervorgehen muss, dass das Kind nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten hat. Die Erkrankung muss progredient verlaufen und bereits weit fortgeschritten sein. Ferner muss eine Heilung ausgeschlossen sowie eine palltiv-medizinische Behandlung notwendig oder von einem Elternteil erwünscht sein. Für die Dauer des Anspruchs auf Kinderkrankengeld ist der betreuende Elternteil vom Arbeitgeber von der Arbeit unbezahlt freizustellen.
(Katja Kruse)
 


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letzte Aktualisierung: 22.12.2002
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