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Schilddrüsen-Unterfunktion
Bei Menschen mit Down-Syndrom liegt häufig eine Schilddrüsen-Unterfunktion (= Hypothyreose) vor: TSH (Thyreoidea-Stimulierendes-Hormon) ist erhöht, T4 (= Thyroxin) ist erniedrigt. Studien zeigen ein 28mal häufigeres Auftreten als in der Allgemeinbevölkerung (zit. n. Dr. Wolfgang Storm, 1995, Das Down-Syndrom, S. 242).

Subklinische Schilddrüsen-Unterfunktion
Wenn TSH zwar erhöht ist, aber T3 (= Trijodthyronin; neben Thyroxin wichtigstes Schilddrüsenhormon) und T4 innerhalb der Norm liegen, also noch nicht erniedrigt sind, dann spricht man von einer subklinischen Schilddrüsen-Unterfunktion (oder auch präklinischen, latenten, kompensierten, paradoxen Schilddrüsen-Unterfunktion). Je nach Studie wird geschätzt, dass diese subklinische Schilddrüsen-Unterfunktion bei 14-60% aller Menschen mit Down-Syndrom auftritt, besonders häufig bei Kindern unter vier Jahren.

Es ist bis heute umstritten, ob und wie eine subklinische Hypothyreose behandelt werden muss oder nicht. Dr. Storm (1995, S. 247) gibt eine Übersicht, wann bei Menschen ohne Down-Syndrom eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen (= "Schilddrüsenhormonsubstitution") bei einer subklinischen Schilddrüsen-Unterfunktion empfohlen wird: z.B. bei einem Kropf (= Struma), bei Zeiten, die eine optimale Versorgung mit Schilddrüsenhormon verlangen (z.B. Schwangerschaft, Neugeborenen, Pubertät).

Für Menschen mit Down-Syndrom meint Storm zusammenfassend (1995, S. 248):

Eine weitere sehr gute, prägnante Übersicht (in englisch) zu Down-Syndrom und Schilddrüse bietet auf seiner hochinteressanten Homepage der amerikanische Arzt Len Leshin, selbst Vater eines Kindes mit Down-Syndrom) unter "The Thyroid and Down Syndrome".


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letzte Aktualisierung: 24.6.2002
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